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Was Sie wissen sollten

Was Sie wissen sollten

 

 

 

Einleitung und Infos zur Ameisenhaltung 

 

Vorwort

Jeder Kauf einer Ameisenkolonie oder Königin sollte gut überlegt werden, einige Ameisenarten die wir anbieten, leben bei korrekter Haltung mehrere Jahrzehnte. Bevor Sie sich dazu entscheiden, Ameisen als Haustiere zu halten, sollten Sie sich eingängig darüber informieren, was Sie für die Haltung benötigen und wie Sie Ameisen erfolgreich halten können. Sie sollten bedenken, dass einige Ameisenarten extreme Koloniegrössen erreichen können und sehr viel Futter und Platz benötigen werden. Falls Sie dies nicht bereitstellen können, sollte dies bei der Wahl der Ameisenart berücksichtig werden. Ameisen sind kein Spielzeug, einige Ameisenarten sind zudem nicht einfach in der Haltung. Exotische (auch gebietsfremde Arten genannt) dürfen niemals in unsere Natur, Oekosystem  gelangen oder im Garten ausgesetzt werden. Exotische Ameisenarten können verheerende Schäden in unserer Natur anrichten und einheimische sowie geschützte Tierarten und Pflanzen  gefährden oder verdrängen. Um dieses Risiko möglichst niedrig zu halten, bietet swiss-ants keine bekannten invasive oder geschützte Arten an. Ein Restrisiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Weiterhin gilt unser Angebot ausschliesslich für Endverbraucher d.h. bei uns gekaufte Ameisen, dürfen nicht mit der Absicht für den Handel, Weiterverkauf oder als Futtertiere erworben werden. Wenn Sie sich dazu entscheiden eine Ameisenkolonie bei uns zu kaufen. akzeptieren Sie unsere AGBs und bestätigen damit, dass Sie gesetzlichen Verordnungen kennen, gelesen und akzeptiert haben. Wir beraten Sie gerne vor dem Kauf und bieten diese Beratung auch während der Haltung an.

 

 

Ernährung

Im Grunde genommen brauchen Ameisen drei Grundbausteine um überleben zu können. 
Proteine, Kohlehydrate und Wasser. 
Proteine können in Form von Futtertieren, wie Schaben, Fliegen, Spinnen, etc. gefüttert werden. Proteine werden zur Brutentwicklung benötigt. Je mehr Brut, desto mehr Proteine werden benötigt. Hierbei ist es wichtig, dass bei kleinen Kolonien darauf geachtet wird, die Futtertiere vorher zu töten. Sonst kann es dazu kommen, dass das Futtertier die Ameisen der Kolonie verletzt oder sogar tötet. Bei einer Gründerkolonie zählt jede einzelne Ameise weshalb kein Risiko eingegangen werden sollte. In feuchten oder tropischen Formicarien ist es zudem notwendig, die Futterreste nach ein paar Tagen zu entfernen, um Schimmel oder Futtermilben vorzubeugen. 
Kohlehydrate können in Form von Zuckerwasser, Honig, Invertzucker, o.ä. zuckerhaltigen Naturstoffen (Bei Früchten empfehlen wir ausschliesslich Bioprodukte) gefüttert werden. Generell ist es besser feste oder sehr dickflüssige Substanzen mit Wasser zu verdünnen. So können es die Ameisen besser aufnehmen. Auch sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu viel gegeben wird, da die Gefahr besteht, dass kleine Ameisen darin ertrinken können. Besonders gefährdet dafür, sind zum Beispiel Arten der Gattungen Messor, Crematogaster, Pheidole, … 
Wasser ist wohl der wichtigste Grundbaustein, denn es wird nicht ohne Grund Elixier des Lebens genannt. Die Ameisen können unter Umständen mehrere Tage sogar Wochen ohne Kohlehydrate und Proteine aushalten, aber ohne Wasser können sie nach nur wenigen Tagen versterben. Es ist sehr wichtig, dass den Ameisen zu jeder Zeit eine Tränke o.ä. bereitsteht, an der sie frisches Wasser aufnehmen können. Auch die richtige Feuchtigkeit im Nestbereich sollte steht’s geboten werden.

 

Erhalt einer Königin

Nach dem Erhalt einer Königin von swiss-ants, sollten Sie ihr Ruhe gönnen. Königinnen können mitunter sehr lange für die Aufzucht ihrer ersten Arbeiter benötigen. Wichtig für den Erfolg der Gründung ist, dass sie die Königin nicht unnötig stören, wodurch sie gestresst wird. Bei der Gründung wird zwischen claustral und semiclaustral gründenden Königinnen unterschieden.
Claustral gründende Königinnen, ernähren ihre Brut in der Gründungsphase ausschliesslich von ihren Reserven. Es ist also nicht nötig die Königin zu füttern. Ratsam ist es hierbei die Königin im Reagenzglasnest zu lassen und sie an einen abgedunkelten (sofern das Reagenzglas nicht abgedunkelt ist), ruhigen Ort zu legen.
Semiclaustral gründende Königinnen benötigen während der Gründung Nahrung um ihre Brut versorgen zu können. Hier sollte ein kleines Becken zu Verfügung gestellt werden, in welches Sie das abgedunkelte Reagenzglasnest offen hineinlegen. Hier ist es in den meisten Fällen noch nicht notwendig ein anderes Nest anzubieten. Das Reagenzglasnest besitzt ein hervorragendes Mikroklima, in dem sich die Brut entwickeln kann. Die Einrichtung des Beckens kann unter „Einrichtung des Formicariums“ nachgelesen werden. Semiclaustralen Königinnen sollten alle 2 Tage neue Proteine und Kohlehydrate angeboten werden. Wir empfehlen unerfahrenen Ameisenhaltern nicht die Aufzucht von semiclaustralen Königinnen, da dazu ein gewisses Mass an Erfahrung notwendig ist. Es ist stets darauf zu achten, dass der Königin genug Wasser zu Verfügung steht. Die Gründung kann, je nach Gattung und Art, mehrere Wochen bis Monate dauern. In dieser Zeit ist es Notwendig viel Geduld zu haben und nichts zu überstürzen.

 

Erhalt einer Gründerkolonie/ Erfolgreiche Gründung der Königin:

Wenn Sie von uns eine Gründerkolonie erhalten oder ihre Königin erfolgreich gegründet hat, gibt es viel zu beachten. Wichtig ist es, dass Sie sich vorher eingehend über die von Ihnen bestellte Ameisenart informieren um eine möglichst naturnahe und erfolgreiche Haltung zu gewährleisten. Alle hierfür benötigten Materialen finden Sie in unserem Shop. (Wir haben einige dieser Materialien noch nicht im Shop eingepflegt.) 
Vorrausetzung ist die richtige Einrichtung des Formicariums, das darin herrschende Klima, die Ernährung der Ameisen und die Nestform. Nach dem Erhalt einer Gründerkolonie, können sie diese in das vorher eingerichtete Formicarium setzen. Entfernen Sie dafür einfach den Reagenzglasstopfen und legen das Reagenzglasnest vorsichtig in das Formicarium. Testen Sie vorher über mehrere Tage, ob Sie die benötigten Haltungsparameter konstant im Formicarium halten können. 
Je nach Art und Koloniegrösse können sie auch ein externes oder internes Nest anbieten. Geben Sie den Ameisen Zeit das neue Nest zu finden und zu begutachten. Überstürzen sie keinesfalls diesen Prozess, indem Sie die Ameisen aus dem Reagenzglasnest schütten. Dies würde die Tiere unnötig stressen und könnte zu ungewollten Komplikationen führen. Wir raten Ihnen dazu, das Reagenzglasnest abgedunkelt in das Formicarium zu legen und die Tiere selbst entscheiden zu lassen wann sie umziehen. Dieser Prozess kann mehrere Tage bis Wochen oder sogar Monate dauern. Falls die Ameisen nicht umziehen wollen, könnte das verschiedene Gründe haben. Meist liegt es daran, dass das Klima im neuen Nest noch nicht perfekt ist. Achten Sie hierbei auf die von uns angegebenen Parameter.

 

Nester

Nester aus Porenbeton sind wohl die beliebtesten und am universellsten einsetzbaren Nester. Sie eigenen sich für die meisten Ameisenarten. Feuchtigkeit und Temperatur lassen sich aufgrund des Materials perfekt kontrollieren. Unsere Porenbetonnester gibt es als externe und interne Variante, mit integriertem Wassertank oder einfacher Befeuchtungsmöglichkeit mittels Bewässerungskammer. 
Sie sind für Arten geeignet, welche es feucht oder trocken mögen. 
Da Porenbeton relativ weich ist, können sich körnersammelnde Ameisen jedoch durchbeissen und eventuell ausbrechen. Dies geschieht aber nur dann, wenn das Nest zu klein wird oder die klimatischen Bedingungen nicht erfüllt sind. 

Nester aus Holz eignen sich für Arten, welche es gerne trocken mögen. Wir bieten unsere Holznester ohne Bewässerungsmöglichkeit an. Dies hat zur Folge, dass ein Zugang zu frischem Wasser jederzeit gewährleistet werden muss.

 

Wahl des Nistmaterials

Hierbei sollten Sie in erster Linie an die Vorliebe der Ameisen denken. Je nach Individuen- und Koloniegrösse, sollte auch die Grösse des Nestes gewählt werden. Besonders bei feuchtigkeitsliebenden Arten könnte ein zu grosses Nest Probleme verursachen. Ameisen sind sehr reinliche Tiere, tendieren aber dazu Abfälle im Nest zu entsorgen, wenn das Nest zu gross ist. Dies könnte eine Schimmelbildung oder Milbenbefall begünstigen. Hier können Sie entgegenwirken, indem ein kleineres Nest gewählt wird oder Kammern vorher mit Bodensubstrat verschlossen werden, damit die Ameisen diese später freigraben können. Trockenlebende Arten sind dahingehend unproblematischer, da Abfälle in trockenen Nestern nicht schimmeln und keine Milben anziehen. Dennoch sollte hier trotzdem die Nestgrösse auf die Koloniegrösse abgestimmt werden.

 

Befeuchtung des Nestes:

Achten sie darauf, dass das Nest, entsprechend der darin lebenden Ameisenart, die optimale Feuchte besitzt. Dies erreichen Sie, indem sie Wasser in die dafür vorgesehene Kammer geben oder den Wassertank auffüllen und ggf. leicht überlaufen lassen. Dabei sollte aber darauf beachtet werden, dass die Tiere nicht zu Schaden kommen oder das Nest zu feucht gehalten wird.

 

 

Beheizung des Nestes:

Falls Sie Heiztechnik wie zum Beispiel Heizmatten, Heizkabel, Lampen, etc. verwenden, achten Sie darauf, dass Sie nie das komplette Nest beheizen. Hierbei könnte es zu einer Überhitzung kommen wobei die Tiere verenden. Beheizen sie nur einen Teil des Nestes, so entsteht ein Temperaturgefälle und die Tiere suchen sich den optimalen Bereich selbst. 
Bei Heiztechnik darf es nie zu einem Hitzestau kommen! Hier herrscht akute Brandgefahr! Formicarien dürfen nie im direkten Sonnenlicht stehen, dies führt schnell zu erhöhten Temperaturen und kann zum Tod der Kolonie führen.

 

Gestaltung des Formicariums

Gestalten Sie das Formicarium nach Ihren Wünschen. Hierbei sind Ihnen keine Grenzen gesetzt, solange Sie die Vorlieben und Bedürfnisse der Ameisen berücksichtigen. Als Dekomaterial sollten Sie ausschliesslich schadstofffreie Materialien verwenden. Insofern Sie ein externes oder internes Nest von swiss-ants benutzen wollen, sollten sie den Bodengrund nicht zu dick auftragen, da die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass sich die Tiere eingraben werden. 
Achten Sie darauf, dass Tränken und Nahrung nah am Nest stehen. Offene Wasserstellen sollten jedoch vermieden werden, da sich die Ameisen darin ertränken könnten. Gängige Varianten sind hierbei die Tränken mit Watte oder Stahlwolle auszukleiden.

 

Ausbruchsschutz

Ihre Ameisen werden früher oder später versuchen auszubrechen, dies kann auf verschiedene Weisen verhindert werden. 
Ein Deckel ist meistens die sicherste Variante einen Ausbruch zu verhindern. Achten Sie darauf, dass dieser Dicht an den Kanten des Formicariums abschliesst. Bei grösseren Kolonien und kleinen Arten empfehlen wir jedoch eine Schicht Paraffinöl oder Talkumpuder am Beckenrand aufzutragen. Es ist von äusserster Wichtigkeit, dass der Deckel Lüftungsmöglichkeiten bietet, um einen Luftaustausch zu ermöglichen. 
Mit Paraffinöl oder Talkumpuder ist es möglich, das Formicarium ohne Deckel zu verwenden. Tragen Sie dazu eine dünne circa 3 bis 5 cm breite Schicht innseitig entlang der Beckenkanten auf. Bei Paraffinöl besteht die Gefahr der Tröpfchen Bildung und in diesem Zug eine Ertrinkungsgefahr für kleinere Ameisenarten. Bei tropischen Ameisenarten empfehlen wir die Verwendung eines zusätzlichen Deckels um die Luftfeuchtigkeit im Formicarium, ohne häufiges Besprühen, konstant zu halten.

 

Beleuchtung:

Ameisen sind lichtsensitiv und leben in ihren Nestern im Dunkeln. Da wir bei swiss-ants eine naturnahe Haltung anstreben, empfehlen wir Ihnen auch, ihre Ameisennester abzudunkeln. Sie können dies mit roter Lichtfilterfolie erreichen. Die völlige Abdunkelung ist dennoch die zuverlässigste 
Variante um den Tieren unnötigen Stress zu ersparen. Abgesehen vom Nest können sie das Formicarium nach Ihren Vorlieben beleuchten. Hierbei ist aber  zu beachten, dass es dämmerungs- und/oder nachtaktive Arten gibt und Sie, in diesem Falle, einen Tag (Hell) und Nachtrythmus (Dunkel) anbieten sollten. 

 

Exotische und einheimische Arten

In unserem Angebot finden sie sowohl einheimische als auch exotische (gebietsfremde) Ameisenarten. Diese unterscheiden sich teilweise signifikant in ihren Haltungsparametern voneinander. 
Einheimische Ameisenarten, sprich Arten aus nordischen Gebieten und Mitteleuropa, benötigen von Ende Oktober bis April eine Winterruhe. Dafür passt man vor der Winterruhe langsam die Temperatur der Aussentemperaturen an und stellt das Nest danach in den Kühlschrank oder, verpackt in eine Styroporbox, in den Keller. Die Temperaturen sollten in dieser Phase bei circa 5°C liegen. Die Ameisen dürfen auf keinen Fall Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ausgesetzt werden. Zusätzlich darf das Nest nicht austrocknen und die Ameisen sollten zu jeder Zeit Zugang zu Wasser haben. Die Fütterung mit Kohlehydraten und Proteinen sollte in dieser Zeit ausgesetzt werden. In dieser Zeit sind die Arbeiter nicht aktiv, die Brut entwickelt sich nicht und es wird auch keine neue Brut produziert. Ende März bzw. Anfang April kann die Kolonie wieder ausgewintert werden. Danach können sie wieder wie gewohnt gehalten werden. 
Südeuropäische Arten, wie zum Beispiel einige Arten der Gattung Messor, Cataglyphis, Pheidole, Camponotus, etc. benötigen eine verkürzte Winterruhe. Diese unterscheidet sich stark von der Winterruhe unserer einheimischen Arten. Bei der verkürzten Winterruhe stellt man die Ameisenkolonie, im Zeitraum von November bis März, für 2-3 Monate in ein unbeheiztes Zimmer bei ca. 10-15°C. In dieser Zeit kann, im Verhältnis zur normalen Haltung, ein wenig gefüttert werden, wenn die Ameisen aktiv in im Formicarium unterwegs sind. Wichtig ist natürlich wieder der permanente Zugang zu Wasser. 
Exotische Arten aus z.B. Afrika, Asien, Australien, Südamerika, … brauchen meist keine Winterruhe und die Kolonie kann das ganze Jahr über bei den gleichen Haltungsparametern gehalten werden. Hier ist es nicht unnormal, wenn die Königin die Eiproduktion für ein paar Monate einstellt und keine Brut nachproduziert wird. Dieser Vorgang nennt sich Diapause und ist ganz natürlich. Exotische Arten können durch die fehlende Winterruhe besonders schnell wachsen und dementsprechend viel Platz beanspruchen. Dessen sollte man sich vor der Anschaffung bewusst sein.

 

 

Abwehrmechanismen:

Ameisen können sich wehren. Eine anfänglich kleine Kolonie ist meist noch schüchtern und zieht sich lieber in ihr Nest zurück als nach vorn zu gehen um anzugreifen. Das ändert sich mit steigender Koloniegrösse. Je grösser die Kolonie (im Verhältnis zur Endgrösse) desto angriffslustiger und aggressiver werden sie. Zum einen gibt es Arten, die Ameisensäure verspritzen und zum anderen gibt es Arten, die auch stechen können. Diese stechenden Ameisenarten empfehlen wir keinen Allergikern da ein Stich einen anaphylaktischen Schock hervorrufen kann. Ebenso können diese Stiche auch sehr schmerzhaft sein, weswegen wir sie auch keinen Anfängern empfehlen können. Wenn Sie eine stechende Ameisenart von uns erwerben sollten, müssen Sie sich über diese Gefahr gestochen werden zu können, im Klaren sein. swiss-ants weisst bei den betroffenen Arten explizit auf diese Gefahr hin und übernimmt keinerlei Haftung bezüglich gesundheitlichen Schäden an Mensch und Tier.

 

 

Allgemeine Risiken

Ameisen sind Lebewesen die sich von Art zu Art erheblich unterscheiden. Hierbei sind die Eigenschaften der jeweiligen Art zu berücksichtigen. Oft spielt die Grösse der Ameisenkolonie eine wichtige Rolle. Mit steigender Koloniengrösse wachsen der Futterbedarf und somit auch die Aggressivität der Ameisen. Neben der Gefahr gebissen oder gestochen zu werden, können gebietsfremde Arten eine Bedrohung für unser heimisches Oekosystem darstellen. Obwohl wir keine bekannten Neozoen anbieten, kann bei einzelnen Fällen und unter Einfluss menschlicher Handlungen dazu kommen, dass Arten die in unsere Natur gelangen, diese beinträchtigen können. Einige Arten können bei nachlässiger Haltung oder eines unkontrollierten Ausbruches Schäden an Gebäuden und Inventar anrichten. Hierbei kann auch eine Gefahr für Tier und Mensch entstehen. Vor allem bei gebietsfremden Arten entsteht hierbei oft eine Gefahr für Mensch, Tier und unser Oekosystem. Obwohl wir keine invasiven Arten anbieten, bleibt ein Restrisiko für unser Oekosystem bestehen. Bei einem unkontrollierten Ausbruch den Sie eigenständig nicht unter Kontrolle bringen können, sollte zwingend ein Fachmann für Schädlingsbekämpfung hinzugezogen werden. Hierbei entstehende Kosten fallen ausschliesslich zu Lasten des Verursachers. Einige Ameisenarten sind in der Lage zu stechen (in unserem Shop als Gefahrenstufe 3 (GS3) oder Gefahrenstufe 4 (GS4) markiert.). Dies kann bei manchen Menschen oder Tieren zu allergischen Reaktionen führen. Wir raten Allergikern dringend davon ab solche Arten zu erwerben oder zu halten. Ein Kauf solcher Ameisenarten erfolgt auf eigenes Risiko. Wir beraten Sie unverbindlich und begleiten Sie mit unserem Wissen auch nach dem Kauf und während der Haltung.

 

 

Umgang mit gebietsfremden Arten

Gebietsfremde Arten unterliegen in der Schweiz der Freisetzungsverordnung (FrSV) vom 8. September 2008. Jeglicher Umgang unterliegt gemäss Art. 6, der Sorgfaltspflicht (siehe Rechtliche Grundlagen FrSV, Art. 6). Beim Umgang mit gebietsfremden Arten ist es von äusserster Bedeutung, die geltenden Gesetze und Verordnungen jederzeit einzuhalten. Mit dem Erwerb einzelner Königinnen oder Kolonien der Risikostufe 1 (RS1) bis Risikostufe 3 (RS3) unterstehen Sie als Kunde der Sorgfaltspflicht. Eine Freilassung ist verboten und darf ausschliesslich mit einer Ausnahmebewilligung des zuständigen Bundesamt erfolgen.

 

 

Gesetzliche Grundlagen

Beim Umgang mit gebietsfremden Arten gelten Verordnungen und Gesetze die jederzeit eingehalten werden müssen. In der Schweiz wird der Umgang mit gebietsfremden Arten über die Freisetzungsverordnung geregelt. Diese dient dem Schutz von Mensch, Tier, Umwelt sowie der biologischen Vielfalt. Wir bitten Sie, sich vor dem Kauf gebietsfremder Arten über die geltenden Gesetze zu informieren.

swiss-ants ist als Importeur und Anbieter von gebietsfremden Arten dazu verpflichtet, den Kunden und Abnehmer von gebietsfremden Arten über mögliche Risiken zu informieren. Um Ihnen eine Übersicht über mögliche Risiken und Gefahren zu bieten. Haben wir sämtliche Arten vor dem Import mittels gesetzlich vorgeschriebener Selbstkontrolle eingestuft. Bitte beachten Sie hierfür die „Einstufungen der Ameisen“ auf unserer Startseite. Zudem bieten wir die Möglichkeit sich über die geltenden Gesetze in der Schweiz unter „Gesetzliche Grundlagen“ auf unserer Startseite zu informieren. Für Abnehmer die nicht in der Schweiz wohnhaft sind, gelten die gesetzte des jeweiligen Landes. Mit der Abnahme und dem Erhalt gebietsfremden und einheimischen Arten überträgt sich sämtliche Verantwortung auf den Käufer. swiss-ants bietet eine kostenlose Rücknahme von Ameisenkolonien die bei uns erworben wurden. Sollten dennoch Fragen auftreten, bitten wir Sie uns unverbindlich zu fragen.